Gamen:
Wir befinden uns in Woche 3 des Ausnahmezustandes. Das Homeschooling hat sich wahrscheinlich inzwischen eingependelt, die Balance zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung ist bestenfalls gefunden.
Sobald das Lernpensum erledigt ist, kommt bestimmt die Frage auf: was machen wir jetzt? Rausgehen, sich mit Kollegen treffen ist aktuell nicht möglich. Wer keinen Garten hat, ist wahrscheinlich sehr viel drinnen, Spaziergänge in der Natur nicht für alle so einfach möglich. Da kommt schnell die Frage auf: Darf ich Gamen?
Hier stellt sich bei vielen Eltern jetzt die Frage: bisher haben sie dauernd gehört, dass Bildschirmzeit begrenzt werden soll, nach Alter gestaffelt. Das Umsetzen dieser Zeiten ist gerade bei Teenagern nicht immer einfach. Aber mit Gamen ist die Jungmannschaft gut beschäftigt – was macht jetzt Sinn, was ist richtig?
Wie bereits gesagt, wir befinden uns aktuell in einer absoluten Ausnahmesituation. Und in dieser Ausnahmesituation dürfen auch Ausnahmeregeln gelten. Wichtig ist, dass auch jetzt klare Absprachen getroffen werden. Es soll als Ausnahmeregelung deklariert und ganz deutlich gemacht werden, dass die neuen Abmachungen nur solange gültig sind, bis der Alltag wieder normal ist.
Stellen Sie auch klare Bedingungen, damit Ihre Kinder und Jugendlichen wissen, was sie erfüllen müssen, um die abgesprochene Gamezeit zu erhalten. Das ist sicher, dass die täglichen Aufgaben im Homeschooling gemacht sein müssen, und je nach Absprache in Familien können das ganz individuelle Regeln sein: Zimmer muss aufgeräumt sein, ein Ämtli im Haushalt erledigt, Bewegungsprogramm absolviert – was in ihrer Familie jetzt gilt.
Ebenso können Sie bildschirmfreie Zeiten festlegen. Je nach Alter ist die Gamezeit früher oder später am Abend beendet, damit das Kind/der Jugendliche auch herunterfahren kann und dann auch müde wird.
Wie lange die tägliche Bildschirmzeit sein darf, das sollen Sie jetzt Ihrer Situation angepasst entscheiden. Viele Games haben auch Mehrspielermodus – vielleicht ist es ja jetzt die Zeit, sich mit den Kindern oder Jugendlichen zusammenzusetzen und sich in die Gamewelt entführen zu lassen? Das gibt Ihnen als Eltern einen guten Einblick in die Spiele, die Ihr Kind spielt, schafft auch Verbundenheit in der Familie und kann auch Ihnen die eine oder andere Stunde verkürzen. Und sie schafft gemeinsame positive Erlebnisse und wer weiss, der sonst so verschlossene Teenager taut plötzlich auf und diskutiert munter mit Ihnen?
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Input #4 | Gaming
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