Liebe Jugendliche
Wir haben euch nicht vergessen! Wir wissen, dass es für euch aktuell eine sehr schwierige Zeit ist und dass ihr mit vielen Fragen und Ängsten konfrontiert seid. Wir hören euch und wir sind für euch da.
Inzwischen sind wir mitten in der 3. Woche seitdem alle Schulen geschlossen wurden, eurer Alltag komplett auf den Kopf gestellt und ihr in eine ganz neue Situation geraten seid. Es kamen ganz grosse Umstellungen auf euch zu: ihr müsst euch eure Schulbildung nun mittels Fernunterricht und im Selbststudium aneignen. Auch wenn ihr gelernt habt, selbständig zu arbeiten, ist das nicht immer einfach, wenn der Lehrer nicht sofort zur Verfügung steht, die Antwort per Mail etwas auf sich warten lässt und die Mutter und der Vater auch nicht weiterhelfen können. Das löst Frust aus und manch einer möchte seine Bücher lieber in die Ecke werfen als schon wieder auf Youtube eine Antwort auf offene Fragen zu finden. Oder lieber gleich gar nicht aufstehen, im Bett liegen bleiben, gamen oder mit Kollegen zu chatten, nicht wahr? Jetzt ist ganz viel Selbstdisziplin und ein starker Wille gefragt, den neuen Alltag zu bewältigen und nicht im Frust und Nichtstun zu versinken. Hier können wir euch den Tipp mit auf den Weg geben, euren Alltag gut zu strukturieren. Macht euch selber einen Stundenplan, wenn ihr keinen von der Schule erhalten habt. Teilt euch Lernzeiten ein, Freizeit, Gamezeit, aber auch Bewegung. Überlegt euch, wie könnt ihr eure Freizeit sinnvoll gestalten. Was wolltet ihr schon ewig machen, hattet aber nie die Zeit?
Sollten euch ganz allgemeine Zukunftsängste quälen, oder ihr einfach mit der Situation überfordert sein, dann bitte meldet euch. Wir von der Reg. Jugend- und Familienberatung sind für euch da, ihr könnt mit uns reden und eure Sorgen und Ängste deponieren. Wir können vielleicht nicht gerade eine Lösung finden, aber wir können zuhören und gemeinsam Ideen entwickeln, wie wir diese herausfordernde Zeit nutzen können. Wir können euch helfen, den Alltag zu Meistern oder wenn nötig, mehr Hilfe zu organisieren. Wir haben ein offenes Ohr für euch. Dies gilt ebenso für die Schulsozialarbeiter*innen in euren Schulhäusern. Sie sind da, sie haben wie wir ein offenes Ohr für euch und Ideen, wie ihr den Alltag jetzt meistern könnt.
Bei weiteren Fragen stehen wir euch und den Eltern gerne zur Verfügung.